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BegegnungenMeine Feld- und Wiesenkatzenfreundin Es war in einem Urlaub in Bayern. Der Ort war winzig klein, nur eine handvoll Häuser, eine Kirche und eine Kneipe. Also ein Ort, an dem es für ein junges Mädchen so richtig spannend ist. In Ermangelung einer Beschäftigung zog ich also jeden Abend über die Wiesen. Es war spannend, wieviel man sehen konnte, wenn man leise durch die Gegend ging. Igel, Rehe und andere Tiere kreuzten meinen Weg. Am weiten Abend kam mir eine Katze entgegen. Sie schaute kurz, lief direkt auf mich zu und ließ sich ausgiebig streicheln. Irgendwann drehte sie mir sogar ihr Bauchlein zu..... allerdings war dies auch das Ende unseres Treffens, denn sie biß und kratzte und ging ihrer Weg. Von da an "trafen" wir uns jeden Abend auf der Wiese. Ich hatte fast das Gefühl, sie wartet auf mich. Meine Eltern waren ziemlich erstaunt, warum ihre Stadttochter ständig raus wollte. Mein Geheimnis behielt ich für mich. Ich war unendlich traurig, als es heimging und ich meine kleine Freundin verlassen musste. Am Abschiedsabend ließ sie sich besonders lange von mir kraulen, ehrlich gesagt, ich glaube, sie hat gespürt, dass dies der Abschied war. Noch heute denke ich öfter an diese bezaubernde Katzendame und hoffe, dass sie ein schönes und ruhiges Leben hatte. Bubu, der Siamkater Meine Mutter nahm mich eigentlich immer mit, wenn sie sich mit Kolleginnen traf. Einerseits war es natürlich sehr interessant für mich mit Erwachsenen zusammen zu sein, andererseits waren die Themen natürlich auch oft ziemlich langweilig. Bei der einen Kollegin lebte ein Kater namens Bubu. Bis dato hatte ich noch nicht viele Erfahrungen mit Katzen, aber fand sie ungemein spannend. Bubu hatte offensichtlich keine Erfahrungen mit Kindern (ich war damals so rund 8 Jahre alt), aber fand mich wohl auch recht spannend. Nachdem wir einen halben Nachmittag damit verbracht haben uns zu beobachten und abzuschätzen, wurde die zweite Hälfte des Besuches nicht vertrödelt. Wir haben getobt, was das Zeug hielt. Übers und unters Bett, rund ums Sofa, den Flur rauf und runter und wieder zurück. Ich glaube Bubu genoß es sehr, dass jemand mit ihm so ausgiebig spielte. Jedenfalls freute ich mich immer sehr, wenn wir diese Kollegin besuchten. Bubu ist nun schon sicher sehr lange auf der Regenbogenbrücke, aber in meinem Herzen hat er einen besonderen Platz. Schwarzer Kater und die Katze auf dem Dach Im Februar 2004 feierte meine Oma ihren 88. Geburtstag. Zu diesem Anlaß lud sie uns in ein Lokal "im Grünen" ein. Während wir auf unser Essen warteten schweifte mein Blick über die Landschaft draußen. Und da saß sie. Ein wunderhübsche Katze auf dem Blechdach eines kleinen Schuppens. Sie genoß sichtlich die ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Jahres, aber ihr Fell war von der Kälte aufgeplustert. Ganz genau beobachtete sie alles um sie herum. Nach dem Essen saß sie immer noch da und ich ging raus um ihr ein wenig näher zu sein. Argwöhnisch beäugte sich mich, immer auf dem Sprung zu verschwinden, falls ich die unsichtbare Grenze der Annäherung überschreiten sollte. Natürlich wollte ich sie von ihrem Sonnenplatz nicht verjagen und blieb stehen. Ob sie eine Streunerin war oder einfach nur vorsichtig, ich werde es nie erfahren. Einige Zeit später sprang sie vom Schuppendach und schlich durch das noch gelbe und welke Gras davon. Zum Nachmittag suchten wir ein Cafe, gar nicht weit entfernt, auf. Und welche eine Überraschung, es erwartete uns im Restaurantbereich ein wunderschöner schwarzer Kater. Er war riesengroß und freute sich riesig über die Streicheleinheiten. Sein Schnurren klang enorm laut, kein Wunder bei dem Resonanzkasten. Ab und an wollte er nach draußen, aber in Anbetracht der doch recht frischen Temperaturen kam er jedesmal recht schnell wieder rein und schaute gleich, ob jemand bereit zum Schmusen war. Wir hatten, auch dank ihm, einen wunderbaren Nachmittag. Zum Abschied kam er nochmal direkt zu mir schmusen und sein Schnurren geleitete uns nach draußen. Unbekannte Katze auf der Landstraße Mein Vater, in einem kleinen Ort in Nordrhein Westfalen aufgewachsen, wollte seiner "Stadtfamilie" in jedem Urlaub das Land nahe bringen. Allerdings war es der erste Urlaub direkt auf einem Bauernhof. Das war natürlich ziemlich spannend für eine 8 Jährige. Kühe, Enten und Gänse direkt neben dem Haus. Ein Hofhund der immer freundlich mit dem Schwanz wedelte und Katzen die kaum einer zu Gesicht bekam. Fast jeden Abend nach dem Abendessen machten wir uns auf den Weg in die Umgebung. Wir sahen Igel auf dem Feld, stibitzten das eine oder andere Gemüse vom Feld und hatten viel Spaß. Meistens war es schon stockdunkel, wenn wir zum Hof zurückgingen. Das war auf der Landstraße, ohne Laterne, nicht ganz ungefährlich. Eines Abends huschte ein Schatten an uns vorbei, schwarz, schnell, kaum erkennbar. Dann aber tauchten Scheinwerfer auf und beleuchteten den Schatten ... es war eine schwarze Katze, die vollkommen erstarrt mitten auf der Landstraße stand. Das Auto näherte sich schnell, die Katze rührte sich nicht, da sprang meine Mama plötzlich auf die Straße, griff die Katze und machten einen Satz zurück. Keine Sekunde zu früh, denn das Auto hatte uns schon erreicht. Die Katze dankte meiner Mutter, indem sie ihr vollkommen den Arm beim Runterspringen zerkratzte und blitzschnell im Gebüsch versschwand. Dennoch war dieser Abend etwas besonderes, wir hatten ein Leben gerettet. |