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CNI Allgemein

Was ist CNI?

CNI ist eine Chronische Niereninsuffizienz.

Katzen leiden leider, besonders im Alter, häufig unter Nierenproblemen.

Wobei die Symptome auch auf andere Krankheiten wie zum Beispiel Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion oder andere hindeuten können.

Ganz wichtig ist der rechtzeitige Gang zum Tierarzt, wenn einem etwas ungewöhnliches an seiner Katze auffällt. Je eher eine Diagnose gestellt wird, desto eher kann man der Katze helfen.

Woran erkenne ich die Krankheit
-Vermehrtes Trinken, häufiger Durst
-Vermehrte Urinabgabe
-Die Katze leckt sich häufig übers Mäulchen, kommt von der Übelkeit, die wiederum kommt durch Reizung/Entzündung der Schleimhäute im Verdauungstrakt und im Mäulchen/Zahnfleisch durch die Stoffwechselabbauprodukte. Wenn die Nieren das nicht mehr schaffen, sucht der Organismus andere Wege, diese loszuwerden
-Mäkeln beim Fressen, die Katze steht irgendwie unschlüssig vor der Futterschüssel, möchte fressen, kann aber nicht.Das kommt von Übelkeit oder/und Schmerzen wg. des Entzündungszustandes im Mäulchen/ Rachenraum/ Zahnfleisch
-Gewichtsabnahme
-Stumpfes Fell, es wirkt "schmierig"
-Mit fortschreitendem Muskelabbau wird der Gang der Katze anders - sie geht sehr wackelig, setzt sich häufig hin, kann nicht mehr auf Sessel, Sofas, Stühle springen
-Im späten Verlauf ist auch häufiger eine Veränderung des Stuhlgangs zu beobachten. Es kann zunächst starke Verstopfung auftreten, es kommt zur zunehmenden Futterverweigerung, bzw. zu einem Teufelskreis in Sachen Stoffwechsel. Nicht fressen hatte massive Auswirkungen auf die Leber, es kann zu gelbem, schaumigem Erbrechen kommen und zu hellgelbem Durchfall. Damit einher geht zunehmende Entkräftung
-Im sehr späten Stadium dann - die Katze wird unsauber. Sie benutzt ihr Katzenklo noch für die grossen Geschäfte, pieselt ansonsten aber "wild". Ich habe es in vielen Krankengeschichten immer wieder gelesen, habe aber keinen Grund dafür gefunden.

Was passiert beim Fortschreiten der Krankheit?
Die Nieren können immer weniger ihre Arbeit verrichten. Somit werden die Giftstoffe nicht mehr aus dem Körper geschwemmt und lagern sich im Organismus ab. So vergiftet sich der Körper quasi selber.
Daher können Infusionen etwas helfen die Giftstoffe auszuschwemmen

Wenn durch ein Blutbild erhöhte "Nierenwerte" festgestellt werden, ist das Nierengewebe bereits zu ca. 60-70% zerstört. Es kann sich nicht regenerieren.
Daher ist es sehr wichtig die Nieren in ihrer verbleibenden Funktion zu unterstützen.

Hilfreiche Links zum Thema
Ausführliche Informationen rund um CNI, wie man sie wohl sonst nirgends im Internet findet, mit allem, was man dazu wissen muss und möchte. Auch die Erfahrungsberichte über Katzen mit CNI sind sehr hilfreich und teilweise auch tröstend. Diese Seite ist jedem, der neu mit der Diagnose CNI konfrontiert wird, eindringlich zu empfehlen!
Hier

Ebenfalls eine informative Seite zu CNI und allen Begleiterscheinungen, Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten
Hier

Hier bekommt man Ulmenrinde/SEB, Taurin, Einwegspritzen, um Medikamente flüssig ins Mäulchen spritzen zu können, und anderes mehr, was bei CNI von Nutzen sein kann. Man muss auf 4-Pfoten-Shop klicken, dann auf Katzen-Shop, und dann ein bißchen weitersuchen. Der Aufbau der Seite ist nicht ganz so gelungen und wenig übersichtlich, aber wenn man einmal weiß, wo man Ulmenrinde etc. findet, geht es ganz einfach
Luckyland

Weitere Links siehe "unten" bei Quellenangaben

Eine große Frage, die immer wieder auftaucht, ist die Ernährung bei CNI
Es gibt diverse Diätfuttersorten (Kattovit, Beaphar, Animonda) und das Spezialfutter vom Tierarzt (von Vet Concept, Royal Canin oder Hills).
Viele Betroffene sind aber der Meinung, dass das Diätfutter nicht den Bedürfnissen der Katzen entspricht, da es generell proteinreduziert ist. CNI-Katzen benötigen Proteine, allerdings sehr hochwertige, da Proteine über die Nieren ausgeschieden werden. Hochwertige Proteine sind tierische Proteine. Alle pflanzlichen Proteine belasten die Nieren unnötig.
Des weiteren ist ein ausgeglichene Verhältnis von Calcium und Phosphor im Futter wichtig (Man teilt den Calcium Wert durch den Phosphor Wert, das Ergebnis sollte bei 1,1 bis 1,2 liegen)

Generell ist zu sagen, das man alles meiden sollte, was Getreide, Zusatzstoffe, Farbstoffe, Nebenerzeugnisse enthält!
Alles, was der Organismus einer Katze nicht verwerten und brauchen kann, muss wieder vom Körper ausgeschieden werden, auch über die Nieren. Nierenentlastende Ernährung bedeutet also, so weitgehend wie möglich solche unnützen Inhaltsstoffe zu vermeiden.

Weiteres zum Thema Ernährung findet sich auf Seite 2

Als zusätzliche Fettquellen sind zum Beispiel Butter, Joghurt und in Maßen Lachsöl (nicht öfter als 1-2 mal pro Woche ein paar Tropfen)geeignet. Letzteres kann auch bei CNI-bedingten Verstopfungen helfen.
Ungeeignet: alle pflanzlichen Fette.
Sie können von der Katze nicht bzw. nur äußerst eingeschränkt verwertet werden. Eine CNI-Katze also nicht mit Distelöl, Nachtkerzenöl, oder ähnlichen Ölen versorgen.

Da CNI Katzen einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf haben, sollte Trockenfutter (auch Diätfutter) so wenig wie möglich gefüttert werden. Außerdem ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Viele Wassernäpfe oder auch Trinkbrunnen animieren die Katzen von alleine zu trinken.
Auch etwas Wasser ins Futter gerührt gibt zusätzliche Flüssigkeit.

Da Trinken so wichtig ist, hier nochmal eine wichtige Zusammenfassung:

Mindestens genauso wichtig wie die passende Fütterung ist bei CNIchen das (ausreichende) Trinken.
Grundsätzlich ist Wasser das Hauptgetränk einer Katze. Zusätzlich (nicht ausschließlich!) kann man selbstgekochte Rinder- oder Hühnerbrühe ohne Salz und Gewürze anbieten oder auch mit Wasser verdünnte Katzen- oder fettarme Kondensmilch in kleinen Mengen, insofern die Katze es mag und verträgt. Je mehr Flüssigkeit ein CNIchen freiwillig aufnimmt, desto besser. Da Katzen naturgemäß darauf ausgelegt sind, ihren Flüssigkeitsbedarf fast ausschließlich über die Nahrung zu decken und ihr Durstgefühl eher schwach ausgeprägt ist, ist es umso mehr von Bedeutung, dass CNI-Patienten zum Trinken angeregt werden, wenn sie es nicht von selbst schon reichlich tun. (was normalerweise der Fall ist).

Bedingt durch die nachlassende Nierenleistung verlieren CNI-Katzen beim Urinieren große Mengen an Flüssigkeit und Elektrolyten und laufen dadurch irgendwann Gefahr, auszutrocknen. Normalerweise versuchen sie durch vermehrtes Trinken ihren Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht zu halten und nehmen idealerweise auch über das Futter Flüssigkeit auf. Es ist sinnvoll, die Katze in dieser Hinsicht bestmöglich zu unterstützen und sie zusätzlich zum Trinken zu animieren, indem man zB mehrere Wassernäpfe in der Wohnung verteilt, etwa in jedem Raum einen aufstellt. Bewährt hat sich auch das „Wässern“ des Futters, d. h. dem Futter wird etwas Wasser beigemischt, soweit die Katze das akzeptiert.

Manche Katzen lassen sich auch von plätschernden Zimmerbrunnen zum Trinken verleiten oder trinken aus fließenden Wasserhähnen, setzen sich dafür in die Wanne oder in Waschbecken. Ein niedliches Beispiel ist hier im Forum mortikaters Mika, der eine eigene rote Suppentasse in der Badewanne stehen hat, in die er die Pfote tunkt. Manche Dosis geben ihren CNIchen stilles Mineralwasser aus der Flasche, weil der Geschmack nach Chemikalien in manchen Leitungswassern den Katzen nicht schmeckt.

Es ist wichtig, sich über den täglichen Flüssigkeitsbedarf einer Katze im klaren zu sein. Unter folgendem Link wird dieses Thema, auch anhand von Rechenbeispielen, sehr anschaulich und ausführlich behandelt:
http://www.meinkatzen.de/Gourmets_mi...ls_Heimweh.htm

Wenn irgendwann der Zeitpunkt kommt, an dem eine CNI-Katze es nicht mehr schafft, ihren Flüssigkeitshaushalt selbst zu regulieren und dehydriert (austrocknet), muß der Tierarzt eingreifen. Je nach Zustand wird die Katze dann intravenös oder subkutan infundiert, d. h. sie bekommt eine Infusion / wird an den Tropf gehängt.
In den USA ist man fortschrittlicher als in Deutschland; dort ist es mittlerweile weitgehend normal, dass CNI-Dosis ihre Katzen regelmäßig zuhause selbst subkutan infundieren. Hierzulande sperren sich viele TÄ noch dagegen. Dabei ist es nicht schwer und lässt sich unter Anleitung des TA schnell erlernen – wenn es also individuell Sinn macht und aus medizinischen Gründen nichts dagegen spricht (wie etwa eine vorhandene Herzinsuffizienz).
Lasst euch von eurem TA die Technik zeigen. Das entsprechende Material hat er normalerweise vorrätig oder man kann es auf selber bestellen. Viele Katzen haben durch die Infusionen längerfristig eine bessere Lebensqualität, weil es die Flüssigkeitsaufnahme wesentlich unterstützt.

Hier noch ein guter Link zum Thema Trinken; auf Tanyas CNI-Website findet ihr auch noch mehr Informationen zum Thema Flüssigkeitstherapie:
http://www.felinecrf.info/futteranfo...gen.htm#wasser

Da CNI-Katzen häuftig an Magenübersäuerung und Übelkeit leiden ist das füttern in vielen kleinen Portionen angeraten. Dabei wird weniger Magensäure produziert und der Körper hat nicht so große Mengen an Futter zu verdauen und zu verarbeiten.
Gegen die Übelkeit kann auch ein erhöht gestellter Futternapf helfen.

Es hat sich gezeigt, dass eine Gabe eines Phosphatbinders auch schon vor einer Abweichung der Phosphat-Werte günstig sein kann. Dies sollte unbedingt mit dem Tierarzt abgesprochen werden.
Als besonders schonend und praktisch Nebenwirkungsfrei gilt derzeit Renalzin.
Die Beschränkung der täglichen Phosphatzufuhr mit dem Futter ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Stabilisierung der Erkrankung. Renalzin stellt eine Flüssig-formulierung des neuartigen Phosphatbinders Lantharenol (Lanthancarbonat) dar.
Dieser wurde zur Therapie der Niereninsuffizienz beim Menschen entwickelt und verringert die Phosphatabsorption im Darm.
Als geschmacksneutrale orale Suspension kann Renalzin Katzen sowohl mit Feucht- als auch mit Trockenfutter angeboten werden.
Renalzin® wird in einer Flasche mit handlichem Dosierspender angeboten, der pro Pumpstoß einen Milliliter spendet.
Die anfängliche Tagesdosis von zwei bis drei Millilitern kann je nach Krankheitsstadium als Zusatz zu normalem Katzenfutter oder zusammen mit einer Nierendiät gegeben werden.

http://www.vet-magazin.com/tierarzt-.../Renalzin.html

Impfungen
Es ist anzuraten, nierenkranke Katzen, die ja meistens ohnehin schon die Grundimmunisierung und jahrelange Impfungen haben, nicht mehr impfen zu lassen. Grund: die Impfungen und Impfstoffe beanspruchen den Organismus und die Nieren stark. Es gibt sogar Studien, die vermuten, dass Impfungen die Nieren schädigen können.
Auf jeden Fall sollte man auf jede Impfung verzichten, die nicht absolut notwendig ist. Bei einer vorhandenen Grundimmunisierung und jahrelangem Impfen gegen Katzenschnupfen/Katzenseuche hat die Katze einen ausreichenden Impfschutz aufgebaut, so dass man bei CNI-Katzen auf Wiederholungen verzichten kann.

Operationen
Jegliche Operation, die mit Narkose, Schmerzmitteln und Medikamenten verbunden ist, sei es auch eine noch so leichte Narkose, belastet die Nieren stark und kann bei einer CNI-Katze komplettes Nierenversagen auslösen. Über dieses Risiko muss man sich im Klaren sein. Das heißt, nur unverzichtbare Operationen durchführen lassen, in Abwägung des Risikos, und dann mit der schonendsten Narkose, die möglich ist.
Dies gilt vor allem für Untersuchungen in Narkose, für Zahnbehandlungen (z.B. Zahnstein entfernen lassen), Scheren lassen unter Narkose usw. Man muss bei CNI-Katzen sehr sorgfältig abwägen, was für die Katze riskanter und schlimmer ist: mit Zahnstein weiterleben, ohne eine Untersuchung eine Diagnose stellen, usw., und sollte unbedingt überlegen, ob eine Alternative möglich ist.
Selbstverständlich müssen notwendige Operationen und Behandlungen durchgeführt werden. Die Abwägung muss letztlich der TA treffen, denn er kann das Risiko am besten einschätzen, aber man sollte als Halter einer CNI-Katze von sich aus immer deswegen nachfragen, den TA auf das Risiko ansprechen und fragen, ob die OP unverzichtbar ist.

Medikamente
Auch Medikamente, vor allem Antibiotika und Cortison, belasten die Nieren stark und lösen häufig ein Ansteigen der Werte aus bzw. können, wenn die CNI schon fortgeschritten ist, ein Nierenversagen verursachen. Hier gilt dasselbe wie bei Operationen und Narkosen: nur das absolut Notwendige und nur nach sorgfältiger Abwägung der Risiken und Prüfung von Alternativen (z.B. Homöopathie).
Bei CNI-Katzen sollten nie ins Blaue hinein AB gegeben werden, wie es so oft von Tierärzten praktiziert wird. Auch hier wieder: es braucht einen verantwortungsbewussten Tierarzt, der genau abwägt, wann ein AB, wann Cortison wirklich unverzichtbar und notwendig ist, und wann man es mit anderen Mitteln versuchen kann.

Zu Antibiotika:
Die Fluorchinolone/Gyrasehemmer (z.B. Baytril) sind Antibiotika, die bei einer bekannten CNI zumindest nicht rein kalkuliert eingesetzt werden sollten. D.h. bei "blinder" Behandlung auf Verdacht. Liegt ein Antibiogramm vor, das kein Alternativantibiotikum erbringt, muss man in den sauren Apfel beißen, ggfs. dann dosisreduziert.
Hat man die Wahl, sind z.B. Penicilline (als Breitbandpenicillin z.B. Synolux) unkomplizierter.

Achtung auch bei dem Schmerzmittel Metacam:
Ein mögliches Nierengift, das Katzen als Medikament verabreicht wird ist Metacam (Meloxicam). Das ist ein nicht-steroidales Antiphlogistikum, das manchmal für kurze Zeit als Schmerzmittel nach einer Narkose eingesetzt wird oder langfristig bei Katzen mit Arthritis. Es ist ein sehr effektives Schmerzmittel, aber es kann bei einigen Katzen auch einen dauerhaften Nierenschaden hervorrufen (Papillarnekrose). Ich würde daher davon abraten, es bei einer Katze einzusetzen, die bereits CNI hat, und ich wäre generell sehr vorsichtig bei seinem Einsatz bei Katzen. Metacam kann auch zu Wechselwirkungen mit ACE-Hemmern führen.


Ausnahme bei Medikamenten: ACE-Hemmer

Nierenkranken Katzen wird oft vom TA ein ACE-Hemmer verschrieben. Diese Medikamente, die es unter mehreren Namen gibt, sind eigentlich für Herzerkrankungen entwickelt worden, verstärken aber auch die Durchblutung der Nieren und senken hohen Blutdruck, der sehr häufig bei einer CNI entsteht und der u.a. eine Erblindung (Netzhautablösung) auslösen kann. Durch die verstärkte Durchblutung des Nierengewebes können Giftstoffe besser ausgeschieden werden. Anfänglich steigt bei der Verabreichung von ACE-Hemmern der Kreatinin-Wert an, deshalb sollte man auf eine engmaschige Untersuchung des Krea-Wertes in den ersten drei Monaten nach Beginn der Therapie mit einem ACE-Hemmer bestehen. Ein guter Tierarzt wird das von sich aus veranlassen.

Insbesondere CNI-Katzen haben einen deutlich erhöhten Bedarf an Vitamin B
Vitamin B hat den postiven Effekt auch appetitanregend zu wirken. Daher spritzen viele Tierärzte den Komplex auch.Es gibt aber auch Tabletten, die allerdings nicht von allen Katzen genommen werden, da sie recht bitter sind.
Im Vitamin B Komplex hat man alle B-Vitamine zusammen gefasst. Sie sind alle wasserlöslich und dienen alle der Vorstufe für Coenzyme.
Der Zellstoffwechsel, der Energie produziert, kommt ebenso ohne B-Vitamine nicht aus. Rote Blutkörperchen benötigen B-Vitamine; auch für die Antikörperbildung (Träger des Infektionsschutzes) sind sie notwendig.
B-Vitamine fehlen oft bei CNI-Katzen, da sie wasserlöslich sind und durch häufiges urinieren verloren gehen.
Eine Überdosierung ist, im Gegensatz zu anderen Vitaminen, nicht möglich, da die überschüssigen Mengen einfach ausgeschieden werden.

Was kann man bei CNI noch tun?
Lachsöl
Lachsöl hat einen hohen Gehalt an ungesättigten Omega-3-Fettsäuren und soll damit eine vorbeugende Wirkung gegen vielen Herzerkrankungen haben, da der Cholesterinspiegel gesenkt wird und die Fließeigenschaften des Blutes entscheidend verbessert werden. Außerdem werden den Omega-3-Fettsäuren positive Einflüsse auf viele andere Erkrankungen zugesprochen.
Ein Mangel an den Fettsäuren kann das Immunsystem erheblich schwächen.
Durch den starken Eigengeruch wirkt Lachsöl bei vielen Katzen appetitanregend. Außerdem hilft es bei Hautproblemen und auch bei zu hartem Kot.
In Verbindung mit Vitamin E, ist es auch für Katzen eine sinnvolle Ergänzung zum Futter.
Bei CNI Katzen ist es besonders empfehlenswert, da diese Katzen einen erhöhten Bedarf an Vitamin B und Vitamin E haben und oft unter Appetitlosigkeit leiden.
Ich persönlich tendiere zum Lachsöl in Kapseln, da das Öl in Flaschen doch recht schnell ranzig werden kann.
Die Kapseln bekommt man in jedem Drogeriemarkt oder in der Apotheke.
Aber Vorsicht, bei einer gleichzeitig vorliegenden Schilddrüsenüberfunktion sollte man wegen des erhöhten Anteiles an Jod kein Lachsöl verabreichen!

Slippery Elm Bark (SEB) = Ulmenrinde
Gerade bei der unterstützenden Therapie von CNI kranken Katzen hat sich das SEB bewährt.
Aber auch bei anderen Magen-Darm-Problemen, da das SEB scheinbar die Übelkeit mindert und überschüssige Magensäure bindet.
Magensäure, Mundgeschwüre, Verstopfung, Durchfall- sind die Anwendungsgebiete für SEB
Wichtig: Die Ulmenrinde sollte nie zusammen mit anderen Medikamenten eingenommen werden, da der Schleim den Magen und Darm auskleidet und schützt und die Medikamente könnten ihre Wirkung nicht entfalten. Bitte verabreichen Sie die Ulmenrinde immer zeitversetzt (mind. 1 Stunde)

Homöopathie
Bei Homöopathie sollte man nicht einfach drauf losdoktern und meinen, dass man ja mit pflanzlichen Mitteln keinen Schaden anrichten kann.
Die Therapie sollte IMMER auf die Katze abgestimmt sein ggf. in Absprache mit dem Tierarzt oder einem Tierheilpraktiker.
Dennoch gibt es ein paar Mittel, die sehr gut bei CNI zur Anwendung kommen.

Globuli in "Reinform"
Solidago vigaurea regt die Nierenfunktion stark an

Berberis vulgaris ist ein harntreibendes Mittel, das gleichzeitig entgiftet und Schadstoffe aus Niere und Blase spült

Lespedeza siiboldi unterstützt die Nierenfunktion

Komplexmittel

Renees viscum (als Globuli oder Ampullen)

Solidago Compositum (Ampullen)
Unterstützt die Nierenfunktion

Ubichinon Compositum (Ampullen)

Coenzyme Compositum (Ampullen)
ggf. zur Unterstützung der Leber und Pankreas als Ergänzung
Hepar Compositum

Reneel (Komplexmittel der Fa. Heel)
Wird bei Problemen des gesamten Harnapparates ( Niere, Harnleiter, Blase, Harnröhre ) eingesetzt vorzugsweise bei entzündlichen Veränderungen


Ren suis injeel
(Organpräparat der Fa. Heel)
Steigert die Nieren- und Ausleitungsfunktion. Kann gemeinsam mit SUC verabreicht werden
Wird aus den Nieren toter Schweine gewonnen. Das Verfahren ist ein anderes, aber es ist ebenfalls ein Organpräparat.


Neynerin
(Hersteller Vitorgan)
ist ein sogenanntes zytoplasmatisches Präparat. Prof. Dr. med. Karl Theurer hat die zytoplasmatische Therapie in den 50 er Jahren eingeführt. Die Präparate werden durch Schockgefrierung aus den Organen gesunder Rinder gewonnen, verdünnt und injiziert. Neynerin gibt es als Ampullen in den Stärken I, II, III (Kosten um die 50,- Euro für 5 Ampullen à 2 ml) und als Tropfen.
Neynerin wird zur Unterstützung der Nierenfunktion gegeben.


Hepar Compositum (Komplexmittel der Fa. Heel)
Regt die Leberfunktion und somit die Entgiftung an (Stoffwechsel)

Mucosa compositum ad us. vet.
Homöopathisches Kombinationspräparat der Fa. Heel, bei Schleimhauterkrankungen zB im Verdauungstrakt, kann bei Erbrechen und Übelkeit eingesetzt werden. Packung zu 5 Ampullen à 5 ml.


Oft reicht im Anfangsstadium auch die Behandlung mit

Renees Viscum und/oder mit
Kann Kreatinin senken

Lespedeza siiboldi aus
Kann den Harnstoff senken.


Die Komplexmittel Solidago, Ubichinon und Coenzyme werden als sogenannter "SUC-Cocktail" gemeinsam gegeben.
Der Behandlungsplan ist aber von der Katze abhängig.


Rund alle 10-14 Wochen sollten die Blutwerte gecheckt werden um die Therapie anpassen zu können. Besonderes Augenmerk ist auf die Nierenwerte, die Leber und Bauchspeicheldrüsenwerte zu legen, da diese Organe durch CNI oft Schaden erleiden, den man schnell wieder korrigieren kann, wenn man früh genug eingreift. Die Regelmässigkeit einer Blutuntersuchung ist ein äusserst wichtiger Teil der Behandlung der nicht vernachlässigt werden darf.

Diese Zusammenfassung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Die vorgeschlagenen Behandlungen sollten in keinem Fall eigenmächtig sondern immer in Absprache mit dem Tierarzt oder einem Tierheilpraktiker durchgeführt werden.

Quellen unter anderem
Tanja's Informationszentrum
Dr. Ulrich, Dresden
Liste nierenkranker Katzen
Fa. Heel
Forumsmitglieder aus dem Katzenforum
Englischsprachige Seite zum Thema CNI
eigener TA oder THP




Aufgrund des sehr komplexen Themas,
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