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Filous SchilddruesenerkrankungFilou war eigentlich immer ein recht proberer Kater mit einem Gewicht von runden 6 Kg. Aber als er dann doch rapide abnahm trotzdem er weiterhin gut fraß, liesen wir Anfang 2005 eine Blutuntersuchung machen.Heraus kam, dass der T4 Wert deutlich erhöht ist.Der T4 Wert gibt Auskunft über die Funktion der Schilddrüse. Somit war klar, Filou leidet unter der Felinen Hypertheriose Dank ausführlicher Hinweise im Netz-Katzen Forum haben wir uns für eine Behandlung mit Carbimazol (Wirkstoff Carbimazol)entschieden. Innerhalb von rund 4 Wochen hat er fast 500g an Gewicht zugenommen. Allerdings reichte die erste Medikamentation mit 2x täglich 1/4 Tablette nicht aus, da der T4 nur geringfügig gesunken war. -Seit dem 7. Juni 2005 bekam Filou täglich 1/2 Tablette Carbimazol = 2,5 mg Carbimazol. -Ab dem 8. August 2005 1 Tag 1 Tablette und den anderen Tag eine 3/4 Tablette Carbimazol = 5 mg und 3,75 mg Carbimazol -Ab 10.September 2005 bekommt er täglich 1 Tablette Carbimazol = 5mg Carbimazol. -Seit dem 25. Oktober 2005 bekommt Filou morgens und abends je 1/2 Tablette und mittags 1/4 Tablette Carbimazol = 6,25 mg Carbimazol. -Seit dem 17. August 2006 bekommt Filou morgens, mittags und abends je 1/2 Tablette Carbimazol = 7,5 mg Carbimazol -Kurzfristig bekam Filou vom 12.12.2006 bis 27.02.2007 morgens und mittags je 1/2 Tablette und abends 3/4 Tablette = 8,75 mg Carbimazol Obwohl der Wert bei der Blutabnahme am 9. Juni 2008 am unteren Rand des Referenzwertes liegt und auch seine Nierenwerte gestiegen sind, haben wir uns entschlossen erstmal die Dosis Carbimazol so zu belassen, da es Filou damit sonst sehr gut geht und er auch endlich zugenommen hat. Da der Wert wieder nach oben gegangen ist, bestätigt uns das, dass wir richtig gehandelt haben. -Seit dem 07.08.2006 bis 19.12.2009 bekam Filou 7,5mg Carbimazol (morgens, mittags und abends je 1/2 Tablette) und war damit sehr lange Zeit (immerhin gut 3 Jahre) stabil. -Vom 20.12.2009 bis 12.01.2010 bekam Filou aufgrund des erhöhten T4 Wertes 10 mg Carbimazol (morgens und abends je 3/4 Tablette und mittags 1/2 Tablette) -Seit dem 13.01.2010 bekommt Filou 8,75 mg Carbimazol (morgens und mittags je 1/2 Tablette und abends 3/4 Tablette) -Vom 15.03.2010 bis 28.03.2010 bekam Filou wieder 7,5 mg Carbimazol (morgens, mittags und abends je 1/2 Tablettte). -Vom 29.03.2010 bis 08.05.2010 bekam Filou wieder 8,75 mg Carbimazol (morgens und mittags je 1/2 Tablette und abends 3/4 Tablette) -Seit dem 09.05.2010 bekommt Filou 8,125 mg Carbimazol (morgens und mittags je 1/2 Tablette und abends 1/2 + 1/8 Tablette) Ich möchte hier regelmäßig die Werte von Filou einstellen. Die erste Blutuntersuchung war am 8. Mai 2005. Die Zweite am 26. Juli 2005. Die Dritte am 6. September 2005. Die Vierte am 27. Dezember 2005 Die Fünfte am 15. August 2006 Links steht immer der aktuellste Blutwert, davor der Referenzwert. (leider kann ich hier keine Tabelle einfügen, darum sieht alles etwas verworren aus) T4 0,8-3,9 (5,6) (2,3) (5,9) (9,4) (12,1) Niere: Harnstoff 10-33 (30) (36) (25) (31) (27) Kreatinin <2,0 (2,1) (2,4) (1,8) (1,5) (1,2) Natrium 146-165 (158) (156) (156) (157) (156) Kalium 3,0-5,0 (3,5) (3,7) (3,3) (3,3) (2,8) Anor. Phos. 0,8-1,9(1,7) (1,5) (1,7) (1,6) (1,4) Leber: Bilirubin <0,3 (0,10) (0,10) (0,20) (0,30) (0,4) Alt (GPT) <175 (94) (112) (197) (303) (265) Alk.Phos. <105 (129) (165) Neu <69 (73) (116) Neu <105 (95) Y-GT <5 (1) (1) (<1) ( 2) ( 3) AST (GOT) <120 (25) (18) (29) (58) (38) GLDH <9 (1) (<1) (2,9) (12,2) (3,8) Ges. Eiweiß 5,7-9,4 (7,4) (6,6) (6,4) (7,5) (6,5) Alb.in Serum 2,6-5,6 (3,20) (3,20) (3,20) (3,6) (3,10) Pankreas: Glucose: 54-100 (95) (83) (88) (87) (111) A-Amylase <3510 (806) (865) (976) (876) Lipase <250 (18) (19) (24) (21) Cholesterin 70-150 (99) (117) (105) (172) (141) Fructosamin <390 (217) (190) (187) (234) (192) Muskel: CK <475 (165) (389) (412) (194) (253) LDH <260 (356) (215) (221) (470) (229) Calcium 2,3-3,0 (2,44) (2,43) (2,53) (2,50) (2,43) Magnesium 0,6-2,0 (0,80) (0,79) (0,83) (0,91) (0,81) Triglyceride 50-100 (40) (27) (33) (75) (44) Blutbild:nur am 10.5.05 und 16.8.06 Leukozyten 6-11 (7,0) (13,7) Erythrozyten 5-10 (6,41) (8,06) Hämoglobin 9-15 (9,9) (11,5) Hämatokrit 28-45 (31) (41) MCV 40-55 (48) (41) MCHC 31-35 (32) (28) Trombocyten 150-550 (555) (355) Da Filou nicht so einfach bei der Blutabnahme ist, haben wir eine Tierärztin gewählt, die es schafft ihm auch ohne Narkose Blut abzunehmen. Allerdings nutzt sie ein anderes Labor -mit anderen Referenzwerten Blutabnahme 23.Februar 2007 Blutabnahme 27. April 2007 Blutabnahme 08. August 2007 Die Blutabnahme vom 18. September 2007 ist nicht mit aufgeführt, da Filou da unter einem extremen Infekt litt. Blutabnahme 24. Oktober 2007 Blutabnahme 3. März 2008 Blutabnahme 9. Juni 2008 Blutabnahme 1. Dezember 2008 Blutabnahme 4. März 2009 Blutabnahme 8. Juli 2009 Der Wert aus September ist nicht so aussagekräftig, da Filou krank war und die Tablettengabe nicht 100%ig war. Blutabnahme Oktober war zur Kontrolle und nicht vollständig, daher nicht mit aufgeführt. Blutabnahme am 14.12.2009 Leider macht sich nun doch der Schilddrüsentumor bemerkbar, der T4 Wert ist deutlich erhöht. Blutabnahme 11.01.2010 der T4 ist nach der Medikamentenerhöhung deutlich erniedrigt. Blutabnahme 11.03.2010 der T4 Wert befindet sich nach der geringfügigen Reduzierung der Carbimazol am unteren Rand der Normwerte, daher haben wir beschlossen -auch im Hinblick auf seine Nieren- die Carbimazol nochmals geringfügig zu reduzieren. Blutabnahme 28.05.2010 der T4 Wert ist in der Norm, wenn auch am unteren Rand. Wir werden die Carbimazol Dosis aber belassen, da er mit der etwas geringeren Dosis gleich in die Überfunktion gerutscht ist. Vorne steht immer der Referenzwert, dahinter der Wert von Filou, links immer der aktuellste. T4 0,9-2,9 (1,6)(1,3)(0,58)(6,9)(2,3)(2,4)(2,1)(1,2)(1,8)(1,8)(1,7)(1,6)(0,6) Niere: Harnstoff 20-65 (99)(111)(132)(105)(119)(94)(102)(118)(49,7)(86)(92) (85) (79) Kreatinin 0,8-1,5 (4,46)(4,47)(4,69)(3,70)(4,47)(3,59)(4,14)(4,01)(3,90)(3,47)(3,14)(3,28) (3,44) Natrium 145-160 (153)(154)(154)(156)(157)(157)(151)(151)(162)(---)(---)(---) (155) Kalium 3,5-5,2 (---)(---)(---)(---)(4,4)(4,2)(3,8)(3,9)(4,2)(---)(---)(---)(4,0) Kalzium 2,3-3,0 (2,73)(2,72)(2,59)(2,65)(2,57)(2,52)(2,61)(2,53)(---)(---)(---)(---)(---) Anor. Phos. 0,8-1,9 (2,2)(1,63)(---)(1,92)(2,12)(1,72))1,67)(1,8)(1,52)(1,94)(1,72) (1,49) Leber: Bilirubin <0,2 (0,10)(0,08)(0,08)(0,04)(0,08)(0,07)(0,09)(0,08)(0,10)(0,12)(0,13)(-----) (<0,10) Alt (GPT) <105 (123)(114)(105)(156)(87)(90)(79)(73)(89)(61)(75)(80)(56) Alk.Phos. (127)(96)(72)(117)(73)(71)(56)(42)(47)(--)(--)(--)(--) Y-GT <7 (1)(<1)(1)(1)(<1)(1)(1)(<1)(<1)(---)(---)(-----) (< 3) AST (GOT) <86 (28)(29)(24)(32)(38)(25)(22)(20)(30,9)(20)(27)(20)(21) GLDH <10,5 (0,5)(0,3)(0,4)(0,4)(---)(0,3)(0,5)(1,4)(1,2)(1,3)(2,8)(1,5) (<1,0) Ges. Eiweiß 5,7-8,0 (7,17)(7,18)(7,25)(7,02)(8,15)(7,80)(7,69)(7,93)(7,6)(---)(---)(---) (7,65) Alb.in Serum Pankreas: Glucose: 54-100 (ok)(--)(ok)(--)(ok)(60)(78)(---)(76) vor Ort getestet, war ok A-Amylase Lipase Cholesterin 70-150 (133)(132)(143)(141)(157)(132)(139)(134)(111)(---)(---)(---)(---) Fructosamin <390 (---)(---)(---)(---)(---)(---)(---)(vor Ort)(234)(---)(---)(---)(---) Muskel: CK <475 (129)(106)(102)(101)(137)(101)(105)(129)(121)(---)(---)(---)(---) LDH <260 (209)(137)(136)(77)(443)(96)(84)(196)(401)(---)(---)(---)(---) Calcium 2,3-3,0 (2,73)(2,72)(2,59)(2,65)(2,57)(2,52)(2,61)(2,53)(2,46)(---)(---)(---)(---) Magnesium 0,6-2,0 (0,53)(0,71)(0,62)(0,65)(0,84)(0,76)(0,77)(0,83)(0,87)(---)(---)(---)(---) Triglyceride 50-100 (58)(41)(49)(59)(56)(80)(46)(105)(21)(---)(---)(---)(---) Blutbild: Leukozyten 5-11 (15,7)(19,9)(18,3)(15,1)(19,5)(22,2)(15,4)(16,5)(15,7)(15,1 )(---) (---)(10,8 ) Erythrozyten 5-10 (6,45)(6,49)(6,43)(6,18)(6,25)(6,82)(6,8)(7,53)(5,92)( 6,4 )(---) (---)( 6,08) Hämoglobin 8-17 (9,20)(9,00)(9,00)(8,50)(8,8)(10,0)(9,8)(10,7)(9,01)( 9,3 )(---) (---)( 9,7 ) Hämatokrit 27-47 (27,3)(28,4)(26,7)(25,8)(28,9)(31,4)(29,8)(32,7)(29)(26,6 )(---) (---)(29,8 ) MCV 40-55 (42,3)(43,8)(41,5)(41,7)(46,2)(46,0)(43,8)(43,4)(49)(41,6 )(---) (---)(49,1 ) MCHC 31-34 (33,7)(31,7)(33,7)(13,8)30,4)(31,8)(32,9)(32,7)(31)(34,8 )(---) (---)(32,6 ) Thrombocyten 180-500 (480)(414)(346)(255)(382)(308)(212)(441)(307)(281)(---) (---)( 329 ) Neutrophile 3,0-9,0 (11,3)(15,0)(---)(---)(---) (12,91)(8,11)(9,04%)(----)(60,3 )(---) (---)(74,5) Lymphozyten 17-41 (33)(33)(32)(43)(28)(7,90)(5,91)(6,29%)(25) (31,6 )(---) (---)(19,2 ) Basophile 0-1 (0)(0)(0)(0)(0)(0,01)(0,01)(0.01%)(1)(---)(---)(---)(---) Eosinophile <0,6 (0,7)(1,1)(0,5)(0,6)(0,6)(0,71)(0,86)(0,82%)(6)(---)(---)(---)(---) Monozyten 0-4 (3)(5)(2)(1)(4)(0,62)(0,47)(0.34%)(5)(---)(---)(---)(---) Basophile ab (---)(---)(0,0)(0,0)(0,0)(---)(---)(---) (157)(---)(---)(---)(---) Eosinophile ab 0-600 (---)(---)(920)(910)(1200)(---)(---)(---)(970)(---)(---)(---)(---) Monozyten ab 0-500 (---)(---)(400)(200)(800)(---)(---)(---)(735)(---)(---)(---)(---) Leider hat es das Schicksal wieder einmal nicht gut mit Filou gemeint. Einige Zeit (ab 7. Juni 2010)nach dem relativ erfreulichen letztem Blutbild, fing Filou an beim Fressen zu mäkeln und auch des nachts viel zu trinken. Bei der Untersuchung am 9. Juni 2010 konnte unsere TÄ beim Abtasten nichts ungewöhnliches feststellen. Der Blutdruck war mit 138/75 perfekt und der Puls mit 198 auch. Lediglich das wenige Fressen und die dickere linke Seite machten uns Sorgen. Daraufhin bekam Filou am 9.6. 100 ml Ringerlactat-Lösung (RL) Am 10.6. 100ml RL, er fraß nur 30g Nassfutter (das Nassfutter ist immer mit Convalesence Pulver und Bevitasel angereichert) Am 11.6. 50ml RL, er fraß nur 40g Nassfutter Am 12.6. 100ml RL + 50ml Glucose, dazu Dimazon zur Entwässerung, Amynin (Aminosäuren) und Antibiotikum Dyphamox. Desweiteren wurde Blut abgenommen und zwei Röntgenbilder gemacht. Aufgrund der enormen Flüssigkeitsansammlung konnte man auf dem Röntgenbildern die Ursache nicht ausmachen, sämtliche Organe waren (bis auf die Lunge) nicht zu erkennen. Die Lunge war beim Abhorchen zum Glück frei. Am 13.6. 75ml RL, Dimazon, Amynin, er fraß rund 75g Nassfutter Am 14.6. 75ml RL, Dimazon, Amynin und Dyphamox, er fraß nur ca. 30g Nassfutter Am 15.6. 100ml RL, Dimazon, Amynin Filou kam zum Ulraschall. Er war wirklich super artig und ließ sich 20 Minuten das Bäuchi untersuchen. Die Organe schwimmen leider regelrecht in der Flüssigkeit. Die Nieren, die Milz, die Lunge und auch das Herz waren aber ok. Auch beim Abhorchen war nur in minimales kaum hörbares Herzgeräusch vorhanden, die Lunge frei. Aber dann kam die Leber. Ein Leberlappen wunderbar und klar abgegrenzt. Auf dem anderen Leberlappen sitzt eine große runde Masse (ca. 3,8cm Durchmesser). Das ist mit 98%iger Wahrscheinlichkeit ein Tumor. Und da er so schnell eine Azites (Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum) gebildet hat, ist er auch mit großer Wahrscheinlichkeit bösartig. Er wäre rein theorethisch operabel, wobei natürlich keiner sagen kann, ob er sich nicht bei der OP als inoperabel herausstellt (weil man durch die Flüssigkeit nicht genug erkennen kann). In Anbetracht von Filous CNI, der Schilddrüsenüberfunktion und seines Alters haben wir uns -auch auf Anraten dreier Tierärzte, die Filous Fall eingehend diskutiert haben- dagegen entschieden. Da ihm auch eine Punktion nicht wirklich helfen würde und nur eine ganz kurze minimale Linderung bringen würde, haben wir uns gegen diese Variante entschieden. Wir wissen nicht, wieviel Zeit uns noch mit Filou bleibt. Wir können nur alles uns mögliche machen um ihn zu unterstützen und ihm zu zeigen, dass wir ihn lieben. So lange er kämpfen und leben will, werden wir alles dafür tun, dass er sich möglichst wohl fühlt! Am 7. Juli 2010, nach knapp einem Monat, hat Filou uns zu verstehen gegeben, dass er müde ist und gehen will. Wir haben ihn diesem letzten Liebesdienst erwiesen. Er fehlt uns so unendlich, die Lücke, die er hinterlässt wird sich niemals schließen. SDÜ - Schilddrüsenüberfunktion bei Katzen Fachbegriff: Feline Hyperthereose Als erstes möchte ich bemerken, das alle Angaben hier aus Publikationen für ältere Katzen stammen (8-15 Jahre durchschnittlich). Außer einer englischen Studie zu einer 8 Monate alten Exotic-Shorthair existieren keine Langzeitstudien zu SDÜ bei Jungkatzen. Einführung - Die Schilddrüse Die Schilddrüse ist ein Hormon produzierendes Organ, das aus zwei getrennten Drüsenlappen besteht. Diese befinden sichbei der Katze beidseits der Luftröhre und sind äusserlich weder sicht- noch ertastbar. Die Zellen der Schilddrüse sind für die Herstellung und Speicherung der Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4), Trijodthyronin (T3) sowie diverser (inaktiver) Vorstufen dieser Hormone verantwortlich. Grundsätzlich kann die Wirkung der Hormone zusammengefasst werden als Stoffwechsel steigernd, Sauerstoff verbrauchend und Eiweiss aufbauend. Sie aktivieren in zahlreichen Organen die Stoffwechselvorgänge, allerdings nicht überall in gleicher Intensität. Sympthome: Die Katze magert aus unersichtlichen Gründen ab. Die Abmagerung trotz des guten Appetits ist für die Besitzer häufig der auffälligste Hinweis, dass mit ihrem Tier etwas nicht in Ordnung ist. Obwohl bei einer Schilddrüsenüberfunktion sowohl der Eiweissauf- wie auch der Eiweissabbau im Körper gesteigert ist, resultiert der Eiweissabbau. Dies vermag auch die grössere Futteraufnahme nicht zu kompensieren. Deshalb entsteht insgesamt eine negative Energiebilanz und die Katze verliert an Muskelmasse und letztlich an Gewicht. Der erhöhte Energieumsatz führt andererseits zu vermehrter Bildung von Körperwärme, was eine Ursache für häufiges Hecheln darstellt. Oft sind diese Tiere dann auch ruhelos, tigern im wahrsten Sinne des Wortes umher und suchen kalte Ruheplätze auf. Plötzlich schläft eine Katze auf dem kalten Fliesenboden des Badezimmers oder gar in der Dusche. Trotz der scheinbar erhöhten Aktivität sind diese Tiere aber nicht mehr belastbar. Weiter können sie ein mattes Haarkleid oder starkes Krallenwachstum aufweisen. Andere Katzen werden mit chronischem Erbrechen mit oder ohne Durchfall, extremem Durst und erhöhtem Harndrang vorgestellt. Generell handelt es sich um eine magere, struppige Katze im Alter von 8 Jahren oder älter mit Magen-Darmproblemen, aber gutem Appetit. Eine weitere Sympthomatik stellt die Appetitlosigkeit, in manchen Fällen die regelrechte Futterverweigerung dar. Dem Tier wird regelrecht \"schlecht\" beim Anblick des Futters. Die Hyperaktivität fördert seelische Störungen wie Leckekzeme. Hinweise auf eine SDÜ: Gewichtsverlust Abmagerung Gesteigerte Futteraufnahme Tastbare Schilddrüse Struppiges Haarkleid Hyperaktivität Grosser Durst Rascher unregelmässiger Herzschlag Vermehrter Harnabgang Herzgeräusch Erbrechen Kleine Nieren Nervosität Rasche Ermüdung Durchfall Aggressivität Reduzierter Appetit Zittern Schwäche Atemnot Hecheln, Atemnot (aus: Small Animal Internal Medicine, R. Nelson, C. Couto, 2. Auflage, 720-729) Häufige Begleiterkrankungen: Herzmuskelerkrankung: Auch der Herzmuskel wird durch die Schilddrüsenüberfunktion zu Höchstleitungen getrieben, was zu einer Verdickung der Herzmuskelwände und zu einem rascheren Herzschlag führen kann. Mit der Zeit ermüdet dann der Herzmuskel und kann die Leistung nicht mehr beliebig dem körperlichen Bedarf anpassen. Es kommt zu einer Herzschwäche. Nierenfunktionsstörungen können parallel zu einer Schilddrüsenüberfunktion auftreten und verlangen insbesondere im Zusammenhang mit einer Therapie eine gute Überwachung. Deshalb sollten die Nierenwerte in regelmässigen Abständen kontrolliert werden. Bei einer festgestellten CNI sollte man versuchen den T4 Wert am oberen Normbereich zu halten (sollten dabei Tachykardien auftreten, dann ist ggf. ein Herzmedikament einzusetzen). Bis zu einem T4 Wert von ca. 4,3 sind keine Schäden aufgrund der leichten Überfunktion zu erwarten, dennoch werden die Nieren durch den angeregten Stoffwechsel (die SDÜ regt den gesamten Stoffwechsele an, somit auch die Nierentätigkeit) verbessert durchblutet. Magen-Darmstörungen treten ebenfalls häufig begleitend auf. Diese sind hauptsächlich auf Störungen der Darmbewegungen und der Nahrungsaufnahme im Darm zurückzuführen. Schilddrüsentumore Trotz medikamentöser Behandlung wird die Schilddrüse dennoch wachsen. Dies geschieht entweder durch gutartige oder auch durch bösartige Tumore. Eine Biopsie kann über die Art des Tumors aufschluss geben, allerdings ändert die Diagnose nicht soviel am weiteren Vorgehen, da immer die "Katze als Gesamtes" betrachtet werden muss. 1. Alternative: Operative Entfernung des Schilddrüsengewebes. Diese Operation ist recht risikoreich, da die Gefahr besteht, dass die empfindliche Nebenschilddrüse verletzt wird. Diese ist für den Stoffwechsel einer Katze unerlässlich und oft führt eine Verletzung zum Tode der Katze. Auch muss die Katze einige Tage stationär behandelt werden, damit der Stoffwechsel und die doch sehr sensible Wundheilung (die bei Katzen mit SDÜ ohnehin gestört ist) zu überwachen. Leider hat das verbleibende Schilddrüsengewebe die Angewohnheit erneut zu wachsen, so dass nach einiger Zeit (meist nach rund 2 Jahren) erneut eine Schilddrüsenüberfunktion auftreten kann. Links zu dem Thema http://www.prokatze.de/hyperthyreose.htm http://www.docleo.de/hyperthyreose/hyperthyreose.html 2. Alternative Die Radiojodtherapie ist eine gute Möglichkeit die SDÜ vollständig zu heilen, ebenso wird dabei ein eventueller Tumor mit "beseitigt". Gerade wenn die Katze keine weiteren Erkrankunge (wie CNI) hat, ist die RJT eine gute Möglichkeit die Katze zu heilen und ihr die jahrelange Medikamentengabe samt der Nebenwirkungen zu ersparen. Leider wird diese Therapie derzeit in Deutschland aufgrund der strengen Auflagen nur in Noderstedt und in der Uniklinik Gießen durchgeführt. Sollten beide Alternativen nicht in Frage kommen, kann man (nach Auskunft von Dr. Franke aus der Klinik in Norderstedt) versuchen das tumoröse Geschehen positiv zu beeinflussen. Je niedriger der T4 Wert, desto eher besteht für die Schilddrüse und damit den Tumor ein Anreiz zu wachsen. Daher sollte man vorsichtig versuchen den T4 Wert am oberen Normbereich bis zu einem Wert von max. 4,3 zu halten. Damit bekommt die Schilddrüse wenig Impulse zu wachsen und auch ein gutartiger Tumor wird in dem Fall nur sehr langsam wachsen. Seefisch oder andere jodhaltige Speisen (auch künstlich zugegebenes Jod) sollte vom Speiseplan genommen werden (z.B. Lachs) da er relativ viel Jod enthält und jede Jodaufnahme führt widerrum zu einem Wachstum der Schilddrüse. Diagnose: Auf Grund des klinischen Bildes und der Befunde der klinischen Untersuchung kann meist eine Verdachtsdiagnose gestellt werden: Ein erhöhter Schilddrüsenhormonwert (T4) im Blut ist ein verlässlicher Gradmesser zur Bestätigung der Diagnose. Jedoch kann sich der T4-Wert zu Beginn einer Erkrankung oder bei begleitenden anderen Allgemeinerkrankungen noch im Normalbereich befinden. In diesem Fall sollte der T4-Wert wiederholt bestimmt werden. In unklaren Fällen und insbesondere, wenn das klinische Bild sehr typisch ist, die Laborwerte die Befunde jedoch nicht bestätigen, können weitere Hormonbestimmungen (fT4), ein szintigrafische Untersuchung durchgeführt werden. Letzterer Test kann nur in einer Spezialklinik durchgeführt werden. Das fT4 oder auch freies T4 ist eine Untergruppe des bereits erwähnten wichtigen Schilddrüsenhormones T4. Auch dieser Wert kann bei einer Überfunktion erhöht sein. Der Text wurde mit freundlicher Genehmigung von Katrin übernommen. Copyright by Wasjas SDÜ Homepage Weitere Ergänzungen durch eigene Recherchen und durch die Hilfe von Dr. Franke von der Klinik in Norderstedt(die Radiojodtherapien bei Katzen durchführen) Weitere Links zu dem Thema Katzenmedizin zum Thema Hypertheriose Loetzerich über SDÜ Wikipedia zum Thema SDÜ bei Katzen DocLeo Klinik Norderstedt Uniklinik Gießen |