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Katzenweihnacht

Einst begab es sich in einer sturmdurchbrausten Winternacht, als Mensch und Tier in Haus und Stall sicher, warm und geborgen auf den neuen Morgen warteten, dass sich in einem kleinen Ort eine Menge von Katzen auf das Weihnachtsfest vorbereiteten. Ihr Chef war ein Kater namens Gino. Er war der Älteste der ganzen Katzenschar. Er sah schon recht zerzaust aus, da er schon manchen Kampf gefochten hatte. Als alle Katzen versammelt waren, sprach er: "Freunde, wir wollen diesmal ein Weihnachtsfest feiern, das die Menschen nicht so schnell vergessen sollen. Sie haben für uns Streuner schon soviel Gutes getan. Nun sagt was wir machen könnten ?
Als erstes meldete sich die jüngste, eine kleine weiße Katze mit schwarzen Pfoten, sie wurde Stiefelchen genannt. Sie sprach: "Die Menschen sind schon seltsame Wesen. Sie haben kein Fell und putzen sich nicht. Sie können nicht schnurren, aber dennoch spricht oft die Liebe aus ihren Herzen". Während sie sprach, putzte sie sich mit ihrer kleinen Pfote öfters über das Näschen. Offensichtlich kitzelten sie die kleinen Strohhalme...

Als Stiefelchen so in Gedanken versunken war, sprach Purzzel, ein pummeliger Kater und auch etwas klein geraten. Er stand auf einer Regentonne, damit er ja alles genau sah. Er hörte sich die Vorschläge von Stiefelchen an und bekam ganz große Augen vor Begeisterung. Und plötzlich kam ihm eine Idee und er platzte heraus: "Wir könnten ja einen großen Christbaum machen, mit vielen schönen Sachen darauf. Spielangeln, dann als Kugeln die schönen bunte Spielbälle, zum Naschen ein paar schöne Fische und oben darauf auf die Spitze eine ganz, ganz große Maus."

Er war so begeistert, dass er vergaß, worauf er stand. Er zappelte und hüpfte so toll herum, das es auf einmal laut krachte und die Regentonne zerbrach. Purzzel kullerte ein Stück den Abhang hinunter und blieb ganz verdutzt liegen. Er sah aus wie ein Schneeball, nur seine schönen grünen Augen leuchteten heraus. Alle begannen heftig zu lachen.
"Aber Purzzel" sprach Gino, "wir wollen ja keinen Christbaum für uns, sondern für die Menschen schmücken. Lasst uns wieder nachdenken."

"Ich weiß was, ich weiß was!" rief Mini, ein süßes klitzekleines Glückskätzchen. "Wir singen ihnen Weihnachtslieder, die schönsten Katzenweihnachtslieder, die wir kennen! Alle zusammen." Da meldete sich Felix der schwarze Kater zu Wort. "Ja das wäre eine tolle Idee, aber wenn wir jungen Kater gesungen haben, wurden wir immer beschimpft. Wir müssten jemanden finden, der uns eine schöne, weiche Stimme gibt. Eine Stimme, die die Menschen verzaubert und nicht verärgert!"

Rosa, eine wunderschöne Katzendame mit smaragdgrünen Augen, blickte in die Runde, mit leiser gurrender Stimme sprach sie "da brauchen wir aber Hilfe, sonst wird das nichts". Ihr buschiges Schwänzchen stand senkrecht und die Schwanzspitze bebte. "Maunz" macht es da und alle schauten verwundert. Sari, ein winziges Kätzchen kroch aus seinem Lager aus Stroh und spitzte die Ohren. Die Kleine wurde nämlich blind geboren und hat noch nie den Himmel gesehen, geschweige denn, daß sie wußte, welche Farbe eine Maus hat. Doch dieses Handicap verlieh dieser kleinen Katze ein außergewöhnliches Gehör! "Wenn die Gemeinschaft es wünscht, werde ich nach Stimmen suchen gehen", sprach Sari. Alle schauten sie mit großen Augen an. Keiner sprach, alle dachten, wie kann denn ein kleines und blindes Kätzchen das finden, was wir brauchen? Die Stille war so groß, dass es fast fühlbar war. Da sprach Kater Gino "Sari, wenn Du das für uns tun willst, wären wir Dir sehr dankbar. Aber Du sollst nicht alleine gehen, das wäre viel zu gefährlich. Mit Dir gehen Felix und Purzzelchen. Sie werden auf Dich acht geben und Dich beschützen".

Felix und Purzzelchen schauten erstaunt und fühlten sich sehr geehrt. Langsam gingen sie auf Sari zu und gaben ihr einen sanften Nasenstups.

In würdevollem Ton erklärten sie: "wir nehmen die ehrenvolle Aufgabe, die Kater Gino uns gegeben hat, an. Sari, Dein Gehör wird uns leiten, und wir werden dir überall hin folgen, zusammen werden wir die schönsten Stimmen finden, die ein Menschenohr jemals gehört hat."

"Und was machen wir währenddessen?" piepste Fiona, die so gerne auch den Menschen eine große Freude machen wollte, deren Stimme jedoch leider überhaupt nicht zu ihrem edlen und erhabenen Aussehen passte.

"Geht und bringt das Licht!" antwortete Sari. "Das Licht?" fragte Fiona. Aber schon war Sari verschwunden. Auch Felix und Purzelchen waren nicht mehr da.

"Was meinte Sari nur?" fragte Fiona in die Runde. Die meisten schauten ebenso ratlos wie sie. Aber die Alten wiegten bedenklich die Köpfe. Gino brach schließlich das Schweigen: "Es gibt eine uralte Erzählung, die über viele, viele Katzengenerationen weiter gegeben wurde. Ich kann mich noch daran erinnern, wie meine Mutter sie uns eines Abends im Winter erzählte. Dort wird von dem Licht der Liebe und Hoffnung gesprochen. Solange dieses Licht brennt, wird es immer Liebe und Hoffnung geben". "Aber wo sollen wir dieses Licht finden?" fragte Rosa.

Lange Zeit herrschte Schweigen. Es schien, als wüsste niemand eine Antwort. Schließlich meldete sich ein alter, gebrechlicher Kater zu Wort, der Grimmbart genannt wurde, weil sein tiefschwarzes Fell rund um die Schnauze schon grau geworden war - was bei Katzen selten vorkommt. "Es heißt, das Licht der Liebe gebe es weit weit weg - im Land hinter dem Regenbogen."

Ein Raunen ging durch die Katzenversammlung. "Grimmbart, was sagst Du da? Das Land hinter dem Regenbogen - das Totenreich - kann nur betreten, wer eine Reise ohne Wiederkehr antritt. Niemand weiß, was sich dort verbirgt." warf Gino ein. "Ich mag zwar fast blind sein und auch nicht mehr so gut hören wie früher, aber mein Gedächtnis funktioniert noch wunderbar" entgegnete Grimmbart gereizt. "Vor urewigen Zeiten machte sich einmal eine junge Kätzin auf, das Licht der Liebe aus dem Regenbogenland zu holen. Sie bestand viele Abenteuer und rettete sich mehr als einmal aus großer Gefahr. Ihr Name war Smilla, und es heißt, sie habe der Göttin Bastet auf Haargenaueste geglichen. Smilla brachte das Licht der Liebe und Hoffnung zu uns, und lange Zeit schien es über uns und allem, das diese Erde mit uns teilt. Doch die Menschen brachten das Licht zum Erlöschen. Lang, lang ist es her."

Wieder herrschte Schweigen, während alle über Grimmbarts Worte nachdachten. Schließlich ergriff Gino wieder das Wort: "Es gibt immer eine ganz besondere Katze, in jeder Generation." Grimmbart nickte zustimmend. "Wir müssen sie nur finden." Wieder nickte Grimmbart. "Wie, aber wie und wo, kann man sie erkennen?" sprach die ganze Katzengesellschaft aufgeregt durcheinander. Viele kleine Pfoten rannten unruhig über den Boden, so dass selbst die Mäuse in ihren Löchern innehielten.

Ganz plötzlich gab es ein knartschendes Geräusch, alle blickten erschreckt nach oben. Ein Stück vom Dach hatte sich gelöst und hing bedenklich baumelnd über den Köpfen der Katzenschar. Keiner wagte sich zu rühren, es schien, als ob alle den Atem anhielten.
Durch das Loch im Dach fiel der Schein des Mondes, nicht fahl wie sonst, sondern fast ein wenig golden. Er fiel genau auf eine schwarze schlanke Katze mit einem Fleck wie einem Stern auf der Stirn. Durch das Licht leuchtete ihr Antlitz wie das eines Engels.

Sollte das die besondere, von Bastet bevorzugte Katze sein? Die, die den Menschen das Lied maunzen konnte, das alle ihnen wünschten? Die schwarze Katze intonierte ein kurzes "mau .... mau mariaaaaa" ..... atemlose Stille herrschte!

Aus dem Schatten tauchten Sari, Felix und Purzelchen auf - die drei, die die Stimme der Katzen suchen wollten. Sari erstarrte. Ihre Schnurrhaare wurden zu einer waagerechten, doch nach vorne stehenden Linie, die Ohren standen ebenfalls aufmerksam nach vorn gerichtet ... Sie witterte die Schwarze, die das wunderbare Maunzen von sich gegeben hatte. Vorsichtig näherte sie sich ihr.

"Deine Stimme ist wie das Streichen einer Geige, die ich vor langer Zeit bei den Menschen gehört habe ... schmeichelnd und klagend zugleich" sagte Sari. "Sag - wer bist Du?" - "Ich bin Missy" entgegnete die Schwarze stolz und doch bescheiden zugleich. "Ich war lange Jahre bei einer lieben alten Dame, die viel Musik gemacht hat. Ich durfte auf ihrem Schoß sitzen, wenn sie Menschenjungen die Schönheit der Musik beibringen wollte - leider oft vergebens." Missy seufzte. "Aber ich habe gelernt, was den Menschen gefällt, und wenn Ihr möchtet, helfe ich Euch, einen Canon einzustudieren, der ihnen gefallen wird."

Die Katzenbande murmelte aufgeregt vor sich hin. Den Menschen gefallen? Das war nicht unbedingt ihre Sache ...Aber es stand Weihnachten vor der Tür, und sie hatten sich geeinigt, den Menschen einen Gefallen zu tun!

Missy maunzte weiter: "Jedoch wollen wir nicht wie ein einzelnes Instrument klingen...Die Fülle eines ganzen Orchesters aber, die erreicht der Menschen Herz." - "Wir können aber keine Orchester" tönte es aus der Gruppe... bis Grimmbart etwas lauter wurde: "Wir müssen das Licht der Liebe und Hoffnung mit dem Gesang der EINEN Katze vereinen; damit erreichen wir, was wir wollen!"

Die Aufregung, die die Katzengruppe schon die ganze Zeit durchlaufen hatte, wurde noch gesteigert, als aus den hinteren Reihen Unmutsbezeugungen zu hören waren... Eine Gruppe aus 5 Katzen quetschte sich nach vorne und der größte unter diesen sprach: "Wir haben beschlossen, dagegen zu sein, dass wir diesen hohen Zweibeinern etwas Gutes wollen. Die Großen quälen uns, töten unsre unschuldigen Artgenossen mit ihren brüllenden Metallkästen, füttern uns mit Gift und vor allem wollen sie verhindern, daß wir uns weiter vermehren können, indem sie die potentesten Mitglieder von uns zu Krüppeln machen...


Stille herrschte über der Versammlung.
Wieder war es Sari, zierlich und mit leisem Miauen, die mit sanftem Ton sprach: "Lieber Bruce, ich spüre förmlich, wie enttäuscht Du bist und von den anderen weiß ich es. Bitte vergiß aber nicht, daß die Fell-losen sich auch um uns kümmern. Sie bieten uns Futter und warme Plätze und ihre Hände auf meinem Fell lassen mich alle Unbill, die ich je erfuhr, vergessen.
Ich sehe nicht, aber ich spüre ihr Wohlwollen."


Der Angesprochene, ein großer roter Kater mit etwas längerem Fell und einem fast fehlenden Ohr, geriet ins Nachdenken... Keiner unterbrach ihn in seinen Gedanken und als er schließlich sprach, spürte jede der anwesenden Katzen, das es bedeutsam war: "Sari, ich werde Euch begleiten. Ich möchte Deine oder meine Sicht der Dinge bewiesen sehen. " "So laßt uns aufbrechen; gefahrvoll wird diese Reise sein..."


Die Gruppe aus fünf sehr unterschiedlichen Katzen, Sari, Felix, Purzzelchen, Bruce und die erwählte Sangeskatze Missy, machte sich auf den Weg, ein schier unerreichbares Licht zu finden und währenddessen einen Kanon von Missy zu erlernen, den sie unterwegs jede Katze lehren wollten. Denn am Heiligen Abend sollte der Kanon von allen Katzen überall gesungen werden, und nur das Licht der Liebe und Hoffnung würde ihn in Menschenohren in Töne verwandeln, die ins Herz dringen.

Doch die Gruppe hatte nicht viel Zeit, so machten sich die 5 auf dem Weg. Sie ließen die Scheune hinter sich und auch die bekannten Felder. Es war eisig kalt und der Schnee knirschte und ihren kleinen Pfoten. Der Wind frischte auf und bohrte sich wie kleine Pfeilspitzen durch das Fell. Missy, Sari, Purzelchen, Felix und Bruce rückten näher zusammen, von weitem hätte man sie fast für eine einzige riesig große Katze halten können.

Sie waren schon viele Stunden gelaufen und waren sehr erschöpft, da erblickten sie eine Scheune und beschlossen eine kleine Rast zu machen. In ihrer Müdigkeit bemerkten sie nicht einmal, dass sich zwei Menschen in der Scheune befanden, die gerade das Vieh versorgten. Unsere 5 legten sich müde in das Stroh und waren schon fast eingeschlafen, als sie die Blicke der Zweibeiner bemerkten. Bruce wollte sofort losspringen und die anderen verteidigen, aber was war das? Die Hände der Zweibeiner waren nicht leer, in jeder Hand hielten sie eine große Schale mit Futter. Konnte das sein, dachte Bruce, Menschen, die uns nicht gleich was böses wollen?

Die Zweibeiner zogen sich leise redend zurück und Sari, Purzelchen, Felix, Missy und auch Bruce machten sich hungrig über das Futter her. Dann schliefen sie völlig übermüdet ein.

Als sie am nächsten Morgen wieder zu sich kamen, noch satt von dem üppigen Mahl des Vorabends, und gut erholt vom tiefen Schlaf im warmen Stroh, konnten sie sich zunächst gar nicht mehr erinnern, wo sie waren, geschweige denn, wie sie hierher gekommen waren.

Bruce konnte sich als Erster erinnern, was sie auf ihre Reise geführt hatte, und er gestand ein, dass diese Zweibeiner, die ihnen dies reichhaltige Abendessen serviert hatten, ja wohl doch eine Ausnahme sein mussten, auf jeden Fall waren sie so ganz anders gewesen, als all jene Exemplare, die er bisher so kennengelernt hatte.

Als er gerade noch mit Sari darüber diskutierte, ob es sich hierbei nun um eine Ausnahme handeln möge, oder ob es von dieser Sorte Mensch noch mehr gibt, da hielt Sari plötzlich inne.
Da sie als blinde Katze sich weit mehr auf ihre anderen Sinne verlassen musste, als die übrigen, war sie auch die erste gewesen, die das leise Rascheln im Stroh wahrgenommen hatte.
Aber nun hörten es auch die anderen.

Gespannt blickten sie in die dunkle Ecke im Stroh. Vorsichtig schob sich eine kleine Nase hervor gefolgt von zwei Knopfaugen.... "Eine Maus" rief Bruce aufgeregt und war schon fast zu ihr gesprungen als Missy rief "halt".
Verdutzt brach Bruce seinen Sprung ab und landete etwas unsanft auf seinen Pfoten. "Missy, was ist denn mit Dir los? Da sitzt unser Frühstück" maunzte Bruce aufgeregt.
"Nein Bruce, diese Maus wurde uns gesandt" sprach Missy mit ihrer samtigen Stimme "sie wird uns helfen den Weg zum Licht zu finden". Etwas ungläubig schauten Bruce, Felix und Purzelchen sie an. Nur Sari nickte zustimmend.
"nun denn, machen wir uns auf den Weg, wir haben nicht mehr viel Zeit" unterbrach Felix das Schweigen.

Missy nahm die Maus vorsichtig mit dem Maul auf und setzte sie auf Purzelchens Rücken. Und so machten sich die Sechs auf das Licht zu finden. Sie liefen und machten Rast, liefen weiter und machten wieder Rast. Bruce bekam ein neues Bild von den Menschen, denn wo auch immer sie Unterschlupf fanden, wurden sie nicht verjagt sondern bekamen etwas zu Fressen.

Die lange Wanderung zeigte aber doch so langsam ihre Wirkung, sie wurden müder und müder. Sari setzte sich hin um eine kleine Pause zu machen, ihre kleine Pfötchen schmerzten so sehr und das Blut rauschte in ihren Ohren. Sie hörte es nicht. Sie hörte nicht das laute Brummen das näher kam. Bruce blickte sich um und sah, dass Sari mitten auf der Straße saß und nur ein paar Meter entfernt kam ein Auto angerast. Ohne nachzudenken sprang Bruce zu Sari und versetzte ihr einen kräftigen Stoß. Dann sah er aber auch das Mäuschen auf der Straße sitzen. Wider jeglicher Logik machte Bruce den Sprung seines Lebens und beförderte das Mäuschen aus der Gefahr. Dann hörten alle nur noch ein dumpfes Geräusch, ein Quietschen... Da lag Bruce, mitten auf der Straße im kalten Schnee. Wie erstarrt waren Sari, Felix und Purzelchen. Missy setzte zu einem Klagelied an und das Mäuschen wischte sich eine Träne aus dem Auge.

Aus dem Auto stieg eine junge Frau, sie schaute sich um und sah den armen Bruce. Sie rannte in seine Richtung, da kam erneut ein Auto. Ohne sich um das Auto zu kümmern rannte die junge Frau weiter, nahm Bruce auf den Arm und brachte ihn damit in Sicherheit. Sie schaute ihn an und weinte. Warme Tränen tropften auf sein Fell.

Es war, als ob die Zeit stehen blieb. Atemlos verharrte alles in diesem einen Augenblick.
Bruce schlug die Augen auf und maunzte den anderen zu "ich habe einen Engel gesehen und dieser sprach zu mir. Deine Aufgabe ist noch nicht erfüllt Bruce, gehe zurück und erzähle es den anderen". Da wussten sie es, sie hatten es endlich gefunden, das Licht der Liebe und Hoffnung. Zwei Wesen, die ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben ein anderes gerettet haben.

Die Frau staunte, als Bruce sich wand, aber sie hielt ihn fest. "Du kommst erstmal mit, ich will sicher sein, dass Dir nichts fehlt". Sprachs und legte ihn ins Auto. In ihrer Aufregung merkte sie gar nicht, dass die anderen sich schon längst ins Auto geschlichen hatten.

Sie verhielten sich ganz still, damit sie nicht entdeckt wurden. Man konnte ja nicht wissen, was mit Bruce passieren würde. Er musste ihnen ja noch genau berichten, was er noch gesehen hatte.

Die Frau fuhr mit Bruce zum Tierarzt. Sie wollte ja sicher gehen, dass ihm nichts passiert ist.
Der Tierarzt war eine ältere Dame und sah sich Bruce genau an und untersuchte ihn. Danach hob sie ihn hoch und sah ihm in die Augen. Bruce sah ganz verschreckt aus. Die Ärztin lächelte und sprach: "So mein Katerchen, du hast schon viel erlebt, so wie du aussiehst. Aber diesmal hast du einen Schutzengel gehabt, außer ein paar Schrammen ist alles in Ordnung. Ein paar Tage Ruhe, dann geht es wieder. " Im Inneren von Bruce wurde es auf einmal ganz anders. Er hatte zum wiederholten Male erfahren, dass die Menschen doch nicht so schlecht waren. Seitdem er mit seinen Freunden unterwegs war, hatte er nur Gutes mit den Menschen erfahren.

"Komisch, ich habe so ein besonderes Gefühl in mir", dachte er. Als er so vor sich hin sinnierte, nahm ihn die Frau und verabschiedete sich von der Ärztin. "Da bin ich aber froh, das diesem Kater nichts Ernsteres passiert ist" sagte sie. Sie ging zum Auto und setzte Bruce hinein. Plötzlich staunte sie, da saßen ja ein paar Katzen im Auto! Vor Staunen machte sie nicht sofort die Autotüre zu. Da rief Felix zu den anderen: " Schnell, kommt raus, wir müssen ja weiterziehen und haben keine Zeit zu verlieren!" Mit einem Riesensatz sprangen alle aus dem Auto raus und liefen davon. Die Frau blieb kopfschüttelnd stehen. So etwas hatte sie noch nie erlebt. Aber sie war auch erleichtert, dass dem roten Kater nichts passiert war.

Nun, als die Katzengruppe einige Zeit gelaufen war, machten sie in einem alten verlassenen Haus Rast. Purzelchen war etwas aufgeregt, denn es ist ein so spannendes Abenteuer und er war gespannt, was sie noch erleben würden. Er war aber auch neugierig, was Bruce noch gesehen hatte. Seine Ohren zuckten und er fragte Bruce: "Bruce, erzähle, was du noch gesehen hast. Wie sah der Engel aus und was sagte er ?" Lauter Fragen stürmten auf den armen Bruce ein.

"Also, der Engel war wunderschön, ich kann es gar nicht in Worte fassen. Ihn umgab ein warmes Licht, ich glaube es ist das Licht der Liebe gewesen." sprach Bruce. "Und dieses Licht der Liebe sollen wir den Menschen bringen."

"Nur wie, lieber Bruce?" sprachen die anderen etwas ratlos. "Mit unseren Stimmen" antwortete Bruce. "Wir haben jetzt die Liebe in unseren Stimmen, jede unserer Schwestern und Brüder hat seit diesem Moment das Lied der Liebe und Hoffnung in sich. Probiert es selber".

"Aber" sprach Purzelchen "ich kenne dieses Lied nicht". Missy öffnete ihr Mäulchen und begann zu singen. Ihre Stimme war schon immer etwas besonderes, aber diesmal erschien sie fast göttlich. Da stimmte auch Sari unbewußt mit ein und auch Felix und Purzelchen konnten nicht anders als singen. Als letzter stimmte Bruce ein.
So kam es, dass das Lied der Liebe und Hoffnung, auch als "das Licht" bekannt, über die Ebenen zog. Jede Katze, die es hörte stimmte mit ein.

Das Lied klang so wundervoll, dass den Menschen die Tränen in den Augen standen. Es war soviel Gefühl damit verbunden und es wurden Erinnerungen geweckt, die man schon längst vergessen glaubte. Viele Menschen sahen in den Himmel und ihnen war, als ob die Sterne wie Katzenaugen leuchteten. Manche dachten auch an ihre Regenbogenkatzen.
Das Lied war wie eine Brücke zwischen Mensch und Tier.
Man hörte nichts mehr, außer dieses Lied. Nun hatten es die Katzen doch geschafft, nach vielen Anstrengungen, den Menschen eine schöne Weihnachtsfreude zu bereiten.
Die fünf Katzen hatten aber auch was gelernt. Man kann nur gemeinsam etwas erreichen, und das der Mensch nicht immer so böse ist, wie manche glauben.
Bruce hatte auch wieder Vertrauen in die Menschen gefaßt. Jetzt brauchte er nur mehr Jemanden finden, der ihn aufnahm.

So zogen unsere 5 tapferen Katzen wieder nach Hause, in Begleitung, man mag es kaum glauben, der Maus. Es schien, als ob der Heimweg nur einen Bruchteil so lang war, wie ihre bisherige Wanderung. Oder war dies ein Teil des Weihnachtswunders?
Endlich Daheim angekommen wurden Missy, Sari, Purzelchen, Felix und Bruce von Allen begeistert begrüßt. Es war ein Stimmengewirr ohne Gleichen. Besonders als die Anderen sahen, dass die 5 eine Maus mitgebracht haben.
Kater Gino unterbrach das Murmeln mit seiner tiefen und wohlklingenden Stimme. "Es wurde uns die Gabe gegeben am Weihnachtstag die Menschen mit unserem Gesang zu erfreuen" er räusperte sich, es schien ihm schwer zu fallen die folgenden Worte zu sagen "Darum soll ab heute ein Pakt gelten. Keiner Maus wird an Weihnachten ein Haar gekrümmt". Ein Aufschrei ging durch die Katzenschar. Da meldete sich Bruce zu Wort "Gino hat recht. Ohne die Maus hätten wir nie das Licht gefunden. Das mindeste was wir tun können ist ihnen den Weihnachtsabend zu schenken. Geh kleine Maus und erzähle es den Deinigen".
Nach soviel Aufregung löste sich die Katzengesellschaft langsam auf. Jeder ging zu seinem Heim oder den Ort an dem er lebte. Wohl wissend, dass er sich jederzeit auf die Katzengemeinschaft verlassen konnte.
Bruce blieb noch eine Weile sitzen. Er hing seinen Gedanken nach. Soviel war in den letzten Stunden, Tagen passiert. Langsam lief auch er los. Es schneite und der Schnee knirschte unter seinen Pfoten. Zeit eine warme Scheune zu finden, dachte sich Bruce.
Da näherte sich ein Auto. Noch einmal wollte Bruce seinen Schutzengel nicht fordern und begab sich an den Straßenrand. Aber was war das? Das Auto kam ihm bekannt vor, da sah er auch schon die Rücklichter aufleuchten, die Tür ging auf und... ja, sie war es. Die Frau, die ihn zum Tierarzt gebracht hatte. Langsam kam sie näher. Mit leiser Stimme sprach sie "Na mein Roter, Du siehst ganz schön verfroren aus. Wenn Du willst, dann komme mit mir. Ich will gerne für Dich sorgen". Bruce schaute sie mit großen Augen an und lauschte ihren Worten. Den Worten, aus denen Liebe sprach. Und dann ging er langsam und vorsichtig zu der Frau. Er der Streuner, der nie ein richtiges Heim gekannt hat. Vorsichtig schnupperte er an der ihm hingehaltenen Hand und rieb sich vorsichtig an ihr. Dann gingen Beide, als ob es das Selbstverständlichste der Welt wäre, zusammen zum Auto.

Die Frau brachte Bruce zu sich nach Hause, und Bruce ließ all das mit sich geschehen, denn er hatte Vertrauen zu ihr gefasst und wusste, bei ihr würde es ihm gut gehen.
Auf dem Nachhauseweg hielt die Frau noch einmal an, und ließ Bruce im Auto zurück. Er war schon etwas verwirrt, sollte er sich nun doch in ihr getäuscht haben?
Aber schon nach wenigen Minuten kam sie zurück mit einer großen Tüte, die sie zu Bruce auf den Rücksitz stellte.
Welch verführerischer Duft doch von dieser geheimnisvollen Tüte ausging!
Mit diesem feinem Duft in der Nase erinnerte er sich erst, dass er schon seit einer Ewigkeit nichts mehr gefressen hatte.
Es war ja so viel passiert, da hatte er zum ersten Mal in seinem Leben tatsächlich vergessen, sich den Bauch vollzuschlagen!
Kaum in seinem neuen Zuhause angekommen, bekam er jedoch auch schon die Gelegenheit, dies so richtig nachzuholen.
Die nette Frau holte nun aus der gehemnisvollen Tüte ganz unglaubliche Delikatessen, Fleisch, das Bruce noch nie zuvor gefressen hatte.
Es roch zunächst etwas fremd aber doch auch unwiderstehlich, und er ließ sich nicht zweimal bitten und fraß und fraß bis alles auf den letzten Bissen in seinem Bauch verschwunden war.
Die Frau lächelte zufrieden und kraulte ihm den Kopf.
"Du erinnerst mich an meinen Regebogenkater Maunzer! Der konnte auch niemals genug bekommen"

Und da wusste Bruce auch, wer ihn hier her geführt hatte. Maunzer auf der Regenbogenbrücke wollte dass sein Frauchen nicht mehr weint und das Bruce ein neues glückliches Heim bekommt.
Endlich fühlte sich Bruce zu Hause. Glücklich legte er sich zu seiner -wie ungewöhnlich es noch klang- Dosi auf das Sofa, spürte ihr sanftes Streicheln auf seinem Fell und schlief ein.

Eine Weihnachtsgeschichte aus dem Netzkatzen-Forum
Autoren
@Steffi&Werner
@Cwalana
@Aristo
@Flori-Cat
@Azrael
@Ronjaräubertochter

Grafikdesign Petra und Karin