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Impressum |
Unser Findelkind MietziUnsere Garage hat ein Holztor, welches ein paar Zentimeter über dem Boden endet. Irgendwann vor einigen Jahren, es war ein eisiger und dunkler Wintermorgen, sprintete uns beim Öffnen der Tür eine schwarze Katze entgegen. Der Schreck saß bei beiden Seiten tief, denn keiner hatte mit dem anderen gerechnet.Sie kam aber immer wieder und so stellten wir Trockenfutter und einen Wassernapf in die Garage. Außerdem wurde eine Stelle mit einer Decke als Schlafplatz ausgepolstert. Mein Mann hatte dann noch die Idee einen größeren Karton als Schlafhäuschen herzurichten und zur Wärmeisolierung wurde eine Styroporplatte drunter gelegt. Unsere Katze (oder Kater) kam relativ regelmäßig, dachten wir zumindest. Bis wir, einige Wochen später, eines Morgens plötzlich 4 Katzenaugen im Gebüsch entdeckten. Es waren also zwei schwarze Katzen, die absolut identisch aussahen, die bei uns ein und aus gingen.dachten wir.. bis, ja bis wir ein paar Tage später noch eine schwarze Katze bemerkten. So, also drei Katzen waren unsere heimlichen Besucher. Im Laufe der Zeit fanden wir heraus, dass die Katzen ein Zuhause ein paar Häuser weiter hatten und sich bei uns nur auf ihrem Rundweg aufwärmten und einen kleinen Snack zu sich nahmen. So wussten wir auch, dass die Katzen kastriert waren und wir sie nicht einfangen mussten. So vergingen ein paar Jahre und wir hatten uns schon an den mäßig regelmäßigen Besuch "unserer" Katzen gewöhnt. Im Jahr 2000 fehlte dann aber plötzlich täglich was aus dem Fressnapf, um nicht zu sagen, er war immer leer. Außerdem wurde die Katzentoilette (nicht lachen, die hatten wir einfach vorsorglich dahin gestellt) benutzt. Besonders verwunderte uns, dass es in der Garage raschelte, wenn wir die Tür öffneten. Was huschte da wohl rum? Es dauerte noch ein paar Tage bis wir mal ein Katzenschwänzchen unter einem Regal verschwinden sahen. Aber, es war kein schwarzes! Das weckte unsere Neugier und wir legten uns auf die Lauer. Unsere Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt, aber dann sahen wir sie! Sie (oder er, dass wussten wir ja noch nicht), eine zierliche Katze mit einem undefinierbar gefärbten Fell. Das warf ein Problem auf. Woher kam dieses entzückende Wesen? Wurde es vermisst? Keine Suchmeldungen an den Laternen, keine Suchmeldung in den Bezirkszeitungen. Ein Heim hatte unser Findelkind wohl nicht, denn sie ging nicht länger als für ein paar Minuten aus der Garage.Dann ging uns ein Licht auf, die Sommerferien hatten gerade begonnen..und unsere "Mietzi" war wohl eines der vielen Opfer geworden. Leider fuhren wir ein paar Wochen später auch für 7 Tage in den Urlaub. Meine Freundin wurde mit der Katzenpflege betraut und musste neben unseren Beiden auch noch die Garagenkatze versorgen. Als wir zurückkamen, ging mein Mann in die Garage um unsere "Mietzi" zu füttern und, es war kaum zu glauben, sie kam schnurrend auf ihn zu, ließ sich hochheben und in einen Transportkorb setzen. Nun hatten wir wieder ein Problem. Wohin mit ihr? Zu uns, dass ging aufgrund unserer überaus sensiblen Flori nicht. Schon gar nicht bevor nicht geklärt war, ob Mietzi gesund ist. Ein Asyl musste her und das fand sich beim Vater meiner Freundin. Am nächsten Tag riefen wir natürlich gleich an und erkundigten uns nach ihrem Wohlbefinden. Was wir zu hören bekamen? "So geht das nicht mit der Mietzi, sie kann doch nicht schon wieder umziehen. Sie bleibt bei mir" Und so kam Mietzi zu einem wunderbaren neuen Heim. Sie liebte ihr Herrchen und hörte, ganz katzenuntypisch, auf alles, was er ihr sagte. Mietzi und Opa waren ein absolutes Traumteam. Die Beiden verstanden sich ohne viel Worte und ergänzten sich wunderbar. Legte sich Opa hin, kam Mietzi zu ihm, war Opa wach konnte Mietzi ihn zum Spielen animieren. Leider hielt diese wunderbare Idylle nur knapp 5 Jahre. Opa verließ uns am 20. März 2005. Er ging viel zu früh und wir vermissen ihn alle sehr. Nun war Mietzi eine Waise. Wir hatten Opa versprochen dass wir Mietzi im Falle eines Falles zu uns nehmen. So zog Mietzi am 21. März 2005 bei uns ein. Sie war natürlich sehr verwundert und etwas verstört. Ihr Opa nicht mehr da, dann eine neue Umgebung und dazu noch drei fremde Katzen. Katzen kannte Mietzi doch kaum und offensichtlich auch die Katzensprache nicht. Den ersten Tag war Mietzi sehr vorsichtig, aber versuchte schon die Wohnung zu erkunden. Lilly fauchte und knurrte sie aber ständig an. Filou war etwas gelassener und schaute nur. Mit Mietzis zunehmenden Selbstbewusstsein wuchsen die Probleme. Lilly traute sich kaum durch die Wohnung, kaum sah sie Mietzi wurde gefaucht, geknurrt und weggeschlichen. Filou war immer lieb zu Mietzi, aber leider setzte Mietzi Filou zweimal sehr arg zu, so dass er auch Angst vor ihr hatte. Ashanti wurde genau in der Zeit rollig und bekam von Lilly und Mietzi ziemlich viele Pfotenhiebe. So langsam wurde es zur Hölle auf Erden für Alle. Wir ließen Mietzi kastrieren (denn sie war es doch noch nicht gewesen) und Mietzi wurde etwas ruhiger. Aber die angespannte und feindliche Stimmung blieb. Mietzi liebte uns und schmuste was das Zeug hielt. Aber mit Filou, Lilly und Ashanti verstand sie sich einfach nicht. Es haperte an der Kommunikation, außerdem war Mietzi immer eine Alleinherrscherin gewesen und hatte große Probleme sich bei uns zu integrieren, verständlich. Arme Mietzi, sie musste soviel durchmachen! Aber wir konnten so nicht in den Urlaub fahren (der schon gebucht war lange bevor wir wussten, dass Ashanti uns zuläuft und Mietzi zu uns kommt). Dank der Hilfe von Angi (aus dem Netzkatzenforum) fanden wir jemanden, der Mietzi für die Zeit unsere Urlaubes aufnehmen wollte. So kam Mietzi am 4. April 2005 in die Urlaubspflege. Nach unserem Urlaub fragte der nette Herr ob Mietzi nicht bei ihm bleiben kann. Sie hatte ihn restlos, wie schon Opa, um ihre Pfoten gewickelt. Dort hatte Mietzi alles, was sie kannte und liebte. Sie hatte einen Dosi mit viel Zeit der nur für sie da war. Keine anderen Katzen die ihr Streicheleinheiten streitig machen konnten. Was sollten wir da sagen? Vielleicht hat Opa ein klein wenig von oben mitgeholfen, dass Mietzi ein neues und schöne Heim bekommt. Wer weiß, sie fehlt mit sehr, aber für Mietzi und auch für Filou, Lilly und Ashanti ist es sicher besser so. Außerdem dürfen wir in Kontakt bleiben und werden so wissen, wie es Mietzi geht. Aber auch im neuen Heim war Mietzi kein dauerhaftes Zuhause gegeben. Ihr Dosi wurde sehr, sehr schwer im Juli 2008 krank und da nicht absehbar war, wann und ob er wieder heim kommt, musste Mietzi erneut umziehen. Sie kam zum Bruder des bisherigen Dosis. Als dieser nach über 3 Monaten doch wieder heim kam, wollte er Mietzi nicht wieder aus dem neuen Heim beim Bruder herausreißen, dazumal er auch noch nicht wieder ganz gesund war. Nun lebt Mietzi also außerhalb von Berlin in einem Häuschen. Mit zwei Dosi und einem Mini-Dosi und dazu noch zwei anderen Katzen (Freigängern) mit denen sie sich wohl so leidlich versteht. Ich kann mir Mietzi, aufgrund eigener Erfahrungen zwar nicht so ganz als Familienkatze vorstellen, aber es scheint ja zu klappen. Nur besuchen werden wir sie nicht können, dazu wohnt sie jetzt zu weit weg. Wir bleiben aber mit dem bisherigen Dosi in Kontakt um zu hören, wie es Mietzi geht. Und vielleicht bekommen wir ja auch mal ein paar Bilder von ihr zugeschickt. Und hier sind Bilder von Mietzi bei uns und hier Bilder von Mietzi in ihrem neuen Heim Und hier sind noch mehr Bilder von Mietzi im neuen Heim Copyright: P. Rennefahrt |